Know-How | Konstruktion

Befestigung der Führungsbuchse

Einpressen vermeiden!

Durch Einpressen wird der mit sehr hoher Genauigkeit gefertigte Innendurchmesser d1 der Führungsbuchse verformt. Die Buchse passt sich der Aufnahme­bohrung an. Formfehler und erhöhte Vorspannung sind die Folge. Die Funktion der Kugelführung wird auf jeden Fall negativ beeinflusst. Aus denselben Gründen sind auch Klemmverschraubungen und Druck­schrauben ungeeignet.

Die Toleranz des Außendurchmessers dB der MarMotion Führungs­buchsen entspricht ISO-n4 (bzw. ISO-h6 für Typ N 570). Die Toleranz
der Aufnahmebohrung sollte so gewählt werden, dass ein Einpressen
vermieden wird.

Wir empfehlen:

  • Mechanisches Befestigen mittels Flansch, Haltestücken, Sicherungsringen, o.ä.
  • Aufnahmebohrung für Schiebesitz n4/F6 (für N 570 h4/H6).  
  • Einkleben mit handelsüblichen Ein- oder Zweikomponentenklebern. Dabei sind die Klebevorschriften des Herstellers betreffend Klebespalt, Aushärtezeit usw. unbedingt zu beachten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein langsam aushärtender Kleber vorteilhaft ist.
  • Buchsenwandstärke nicht zu dünn ausführen. Dünnwandige Buchsen sind schwer herzustellen und verformen sich leicht bei der Montage. Richtwert für Wandstärke: Innendurchmesser d1 · 0,1
  • Die erforderliche Wandstärke wird von der Befestigungsart mitbestimmt.

    Einbau mit Abdichtung

    Einbau mit Abdichtung ist dann erforderlich, wenn Verschmutzungen,
    insbesondere in Form von abrasiven Stoffen, nicht auszuschließen sind.

    Möglichkeiten der Abdichtung:

    • Dichtringe (siehe Typ N 553)
    • Abstreifer (siehe Typ N 570)
    • Faltenbälge (siehe Typ N 820)

    Da die Dichtungen luftdicht abdichten, ist gegebenenfalls die Möglichkeit für einen Druckausgleich vorzusehen.

    Befestigungsarten
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